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Mitten aus dem vollen Leben ist er gegangen. Plötzlich und unerwartet verstarb in den frühen Morgenstunden des 09.August in Frankenholz Erich Gilger im Alter von 57 Jahren. Seit vielen Jahren war der Verstorbene am Höcherberg eine bekannte Persönlichkeit, sei es als langjähriger Kreissparkassen-Zweigstellenleiter in Frankenholz wie auch als Vorstandsmitglied und zuletzt Vorsitzender des Vereins für Heimatkunde Höcherberg, und damit auch über die Grenzen seiner Heimatstadt Bexbach hinaus.
In Frankenholz kannte jeder Erich Gilger und er kannte wohl auch jeden, vor allem diejenigen, die Kunde der Kreissparkasse waren. Am 07.Februar 1973 wurde er von der Geschäftleitung der Kreissparkasse Homburg mit der Zweigstellenleitung in Frankenholz beauftragt. Im Jahre 1968 hatte Gilger mit seiner Ausbildung als Bankkaufmann begonnen und war nach seiner Abschlussprüfung bis zu seiner „Entsendung“ nach Frankenholz noch in anderen Filialen im Einsatz. Über drei Jahrzehnte hinweg war er für seine Frankenholzer in allen Fragen um die Finanzen ein pflichtbewusster, kompetenter und vor allem auch kundenfreundlicher Ansprechpartner. Mit Fug und Recht darf gesagt werden, dass er durch seine hilfsbereite Art und seine beratende Tätigkeit an der doch im Laufe der Jahre steigenden Kundenzahl und der kontinuierlichen Erweiterung des Geschäftsvolumens einen wohl nicht unwesentlichen Anteil hatte. Im Rahmen einer Umstrukturierungsmaßnahme im Geschäftsbereich der Kreissparkasse verließ Erich Gilger von 2 Jahren die Frankenholzer Filiale und wurde nach Homburg versetzt. Die Kunden der Frankenholzer Geschäftsstelle ließen ihn nicht gerne ziehen, so wie wohl er auch nicht glücklich war, „seine“ Frankenholzer verlassen zu müssen. Zumal er in den letzten Jahren doch auch gesundheitlich angeschlagen war.
So wie er seinen Beruf mit Begeisterung ausführte, so war er auch begeistert von der Geschichte seiner Heimat, der Heimatkunde und Genealogie im Raum Bexbach und Umgebung. So trat er schon vor drei Jahrzehnten dem Heimatkundeverein bei, übernahm dort auch Verantwortung in der Vorstandschaft. Und zwar über viele Jahre als Schatzmeister, als 2. Vorsitzender und zuletzt ab 2001 als rühriger 1.Vorsitzender. Als engagierter Heimatkundler interessierte er sich vor allem auch für die Frühgeschichte unserer Gegend, und so lag ihm die Spurensuche nach Siedlungsstätten der Kelten und Römer am Herzen, was sich nicht zuletzt aus der von ihm verfassten Zusammenstellung „Kelten und Römer am Höcherberg“ im Jahr 2003 ablesen lässt. Er steckte wohl noch voller Pläne, so setzte er sich auch für die Wiedererrichtung eines Heimatmuseums in Bexbach ein.
Die Nachricht vom plötzlichen Tod von Erich Gilger hat alle, die ihn kannten, tief erschüttert. Wegen seiner Arbeit für die Gemeinschaft und seiner damit verbundenen Verdienste sind wir ihm zu großem Dank über den Tod hinaus verpflichtet. Er hinterlässt eine große Lücke, die nur schwer zu schließen ist. Nicht nur in den Reihen des Heimatkundevereins, sondern auch in der Frankenholzer Dorfgemeinschaft, in die er sich ebenfalls stets aktiv eingebunden fühlte. Die Beisetzung fand am 14.August 2007 auf dem Friedhof in Frankenholz statt.
Manfred Barth
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Montag, 30. Juni 2008 um 16:49:37 Uhr durch H. Reviol.
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